ERSTE HILFE bei emotionalem Missbrauch NACH TOXISCHER BEZIEHUNG

Erste Hilfe in und nach toxischen Beziehungen

Toxische Beziehungen sind ungesunde Partnerschaften, die sehr viel Energie beanspruchen. Ein Partner benutzt die emotionale Bindung des anderen, um sich selbst zu „erhöhen“ - das kann sogar soweit gehen, dass die Persönlichkeit eines Partners zerstört wird und der andere sich an der Zerstörung „berauscht“.
Zur Ausübung von derartiger Macht und Kontrolle dienen Verhaltensweisen wie Kritisieren, Beleidigungen, Schuldzuweisungen, Abwertungen, Liebesentzug, Drohungen, Manipulation, Erniedrigung oder Abschottung.
Dieser emotionale Missbrauch kann dazu führen, dass Sie Ihrem Verstand nicht mehr trauen und an Ihrer Wahrnehmung zweifeln.

„You’re just like a pill.
Instead of making me better – you keep making me ill.”
Auszug Songtext Pink, Just like a pill

Nehmen Sie Kontakt mit mir auf: Ich unterstütze Sie, um die Trennung zu begleiten und zu überwinden.

Anzeichen einer toxischen Beziehung

Manchmal merkt man auf den ersten Blick nicht, dass man in einer toxischen Beziehung steckt.
Sie beschäftigen sich rund um die Uhr mit ihrer Beziehung, denken ständig über Gespräche und ihre Verhaltensweisen nach – und was Sie besser machen könnten. Sie können sich kaum/nicht mehr auf andere Dinge konzentrieren, im schlimmsten Fall nicht mehr schlafen, essen und arbeiten.
Sie haben kaum noch/gar keinen Kontakt mehr zu Freunden, Familie, Bekannten, Kollegen. Ihr einziger Kontakt ist Ihr Partner – um Sie noch abhängiger zu machen.
Ihr Partner übernimmt keine Verantwortung für sein Handeln. Die Verantwortung wird immer auf Sie abgewälzt, Sie haben an allem die Schuld und bekommen keine Entschuldigung.
Sie kommen in der Beziehung zu kurz, Ihr Partner interessiert sich wenig, wie es Ihnen geht und welche Bedürfnisse Sie haben. Alles dreht sich nur um Ihren Partner, das Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen stimmt nicht.

Sie tragen die gesamte Verantwortung für die Beziehung, wenn Sie sich verhalten, wie er es möchte, würde es doch laufen.

Wichtige Entscheidungen treffen nicht Sie – sondern direkt oder indirekt Ihr Partner. Auch Entscheidungen, die Sie beide betreffen, trifft er, OHNE sie vorher mit Ihnen abzustimmen. Falls Sie doch eine Entscheidung treffen, wird diese herabgewürdigt.

Ihr Partner duldet keinen Widerspruch von Ihnen. Ihre Meinung wird als persönlicher Angriff wahrgenommen und die Reaktion darauf sind Wut oder Einschüchterungsversuche.

Kleinste Kritik führt zu Wutausbrüchen, längerem Rückzug (Liebesentzug) oder anderen Verhaltensweisen, die sich für Sie wie Rache anfühlen.

Ihr Partner wertet Ihre Gefühle als unnormal, hysterisch oder überempfindlich ab.
Sie werden von Ihrem Partner kontrolliert. Er bestimmt, was Sie anziehen, wann Sie ihm schreiben/sprechen/sehen, wo Sie einkaufen, was Sie essen, wen Sie treffen, was Sie arbeiten, wie Sie Ihre Freizeit verbringen,…..
Sie schieben Ihre Bedürfnisse beiseite, um seine zu erfüllen. Doch Ihr Partner ist nie zufrieden, mit dem, was Sie geben, egal, wieviel Sie tun.
Ihr Partner verhält sich in der Öffentlichkeit anders als zuhause: Er wirkt charismatisch, charmant, während er sich zuhause egoistisch und herablassend benimmt.
Ihr Partner erfindet Ausreden für sein missbräuchliches Verhalten, z.B. „zu müde, gestresst, hungrig, gestresst, betrunken….“ oder schiebt Ihnen die Verantwortung zu „ich musste ja, weil Du….“.
Ihr Gefühl für Sie selbst wird immer geringer, Sie können Ihren eigenen Wert nicht mehr schätzen und zweifeln an sich selbst. Es gibt Sie scheinbar gar nicht mehr.

Der toxische Kreislauf

Der Ablauf toxischer Beziehungen besteht aus mehreren unterschiedlich langen Phasen, die aufeinanderfolgen.

Das Prinzip dabei: EINFANGEN – AUF SOCKEL STELLEN - ABSCHIESSEN

Phase 1: Intensives Umwerben/Love bombing

In der Phase des Intensiven Umwerbens, des „Love bombings“ werden Sie mit Liebe bombardiert und „eingefangen“. Ihr Partner/zukünftiger Partner schmiert Ihnen mit Aufmerksamkeit, Zuneigung und Versprechen in Bezug auf die Zukunft soviel Honig um den Mund, dass Sie sich fühlen, als hätten Sie den perfekten Partner, Ihren Seelenverwandten gefunden. Innerhalb kürzester Zeit werden Sie fest in ein gemeinsames Leben eingeplant, es werden Pläne geschmiedet und er möchte Sie am liebsten 24h am Tag sehen. Das intensive Umwerben wird für Sie zu einem überwältigenden Erlebnis. Sie schweben auf Wolke 7. Sie fühlen sich durch seine liebenswürdigen Aufmerksamkeiten, sein Interesse, seine engagierte Art des Hofierens so geschmeichelt, dass Sie das Warnzeichen, dass er zu schnell zu viel will, durch die eigene – und auch zu viel zu schnelle - Verliebtheit beiseiteschieben. Auch diesbezügliche Warnungen von Freunden oder Bekannten kommen bei Ihnen nicht an, Sie sind quasi „auf diesem Auge blind“.

Phase 2: Idealisierung

Love bombing und Idealisierung gehen fließend ineinander über. In der Idealisierungsphase stellt der Partner Sie auf einen Sockel, überschüttet Sie förmlich mit Zuneigung und betont immer wieder das einzigartige Verhältnis zwischen Ihnen. Er liest Ihnen jeden Wunsch von den Augen ab. Er vertraut Ihnen tiefgreifende Geschichten und Emotionen an, um das Vertrauen weiter aufzubauen. Auch Sie lassen sich nun fallen und berichten von Ihren Schwächen und Ängsten. Sie fühlen sich wie im Märchen, noch nie haben Sie sich dermaßen geliebt und geborgen gefühlt. Wenn Sie das Gefühl haben, es fühlt sich zu gut an, um wahr zu sein – Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl – was hier gerade passiert, ist eine sehr gute Show! In dieser sogenannten „heiß“-Phase verfolgt der Partner das Ziel, Sie so schnell wie möglich emotional abhängig zu machen. Sie sollen sich an ihn binden und mit jeder Faser Ihres Körpers davon überzeugt sein, dass er der Einzige ist, der sich um Sie kümmern kann und Sie der glücklichste Mensch der Welt sind, weil Sie mit ihm zusammen sein dürfen. Sie werden überrannt, damit Sie die Verantwortung für sich verlieren, sich selbst verlieren, Ihrem Bauchgefühl misstrauen.

Phase 3: Abwertung

Sobald ihr Partner Ihrer sicher ist, tritt die Abwertungsphase ein. Sie kann schleichend oder auch plötzlich auf Sie hereinbrechen. Auf einmal werden Sie wegen Kleinigkeiten angeschrien, Ihr Äußeres wird offen oder subtil kritisiert, wenn Sie eine eigene Meinung äußern, werden Sie als egoistisch beschimpft. Eventuell haben Sie nach der ersten Verliebtheit das Bedürfnis, sich auch mal wieder um sich selbst zu kümmern und äußern dies ihm gegenüber – so wie Sie auch sonst alles mit ihm abstimmen. Er bestraft Sie mit Kontaktabbruch und Liebesentzug, erniedrigt, beleidigt oder manipuliert, damit Sie sich – wie es von Ihnen erwartet wird – nur um ihn drehen. Denn aus seiner Sicht besteht Ihre Daseinsberechtigung darin, seine Bedürfnisse zu befriedigen. Das zuvor sehr freundliche Verhalten kippt und Sie können es nicht begreifen, was hier passiert – und fühlen sich schuldig: „er war doch vorher nicht so – kann es an mir liegen?“ sind häufige Gedanken. Für Sie fühlt es sich an, als fielen Sie aus heiterem Himmel und plötzlich aus „allen Wolken“. Sie können diesen Wandel nicht nachvollziehen. Sie sind in der „kalt“-Phase gelandet. Anfangs wechselt sich diese Form der Abwertung noch mit Liebesbekundungen ab, und das Wechselspiel von „heiß“ und „kalt“ führt bei Ihnen zu kompletter Verwirrung und Verstörung. Sie werden regelrecht trainiert, in seinem Sinne zu handeln, damit Ihnen keine Verhaltensweisen unterlaufen, die Sie in die „kalt“-Phase katapultieren. Je öfter und länger Sie diese kalten Phasen miterleben, desto mehr wird Ihr Selbst untergraben, Sie fühlen sich nicht mehr und spüren, dass „etwas nicht stimmt“, können aber nicht fassen, was es ist. Sie geben sich auf. Ihr Körper reagiert auf diesen Dauerstress mit Schlafstörungen, schlechter Haut, fahlen Haaren, Magenschmerzen, Erschöpfung, Kopfschmerzen, Depressionen – um nur einige zu nennen.

Phase 4: Abschuss

In dieser Phase bereitet der toxische Partner die Beendung der „Beziehung“ vor. Es gibt weniger körperliche Zärtlichkeiten, stattdessen mehr Kritik an Ihnen, er verbringt weniger Zeit mit Ihnen, ist geistig abwesend, hört Ihnen nicht zu, verdreht Tatsachen und lügt. Sie sind vermutlich zu diesem Zeitpunkt schon so weit „ausgesaugt“, dass Sie nur noch ein Schatten Ihrer Selbst sind. Der toxische Partner hat Ihre Gefühle, Ihre Empathie aus Ihnen gezogen und ist jetzt, in der Abschussphase, genau darauf neidisch, weil er diese nie selbst wirklich spüren kann. Er sucht sich eine neue Quelle, die er mit (gespielter!!) Liebe ködern kann, um dort Gefühle und Empathie zu erhalten. Die Bedürfnisse, die er hat, kann er sich nicht selbst erfüllen, er „saugt“ diese aus anderen heraus. Dies ist auch ein Hauptgrund, warum Sie sich im Verlauf der Beziehung schwächer und energieloser fühlen. Sie haben aus seiner Sicht nun „ausgesorgt“ und da ihn nichts wirklich berührt, kann er Sie „abschiessen“. Sie fühlen sich vergiftet, verletzt, „brauchen“ ihn zum Überleben und sind völlig am Ende. Wenn Sie in dieser Phase ALLES dafür tun, dass er bei Ihnen bleibt, beginnt der toxische Kreislauf von vorn – nur etwas schneller.

Typische Manipulationstechniken in toxischen Beziehungen

Future-faking

Beim Future-faking nutzt der toxische Partner Ihre Wünsche und Träume, um Ihnen etwas vorzugaukeln und macht vorgetäuschte Versprechen über die Zukunft, die nie eingehalten werden. Er selbst erkauft sich damit Vorteile für heute – Sie selbst bleiben auf der Strecke. Typische Sätze sind: „wenn du erstmal…. bist, dann fahren wir in den Urlaub/gehen ins Café/heiraten/bekommen wir Kinder…“

Gaslighting

“Gaslighting“ ist eine der wirksamsten Formen emotionalen Missbrauchs, bei der Stück für Stück versucht wird, Ihr Selbstvertrauen zu zerstören. Der Begriff „gaslighting“ – deutsch Gaslichtern - geht auf ein psychologisches Prinzip zurück, welches seinen Namen von dem amerikanischen Theaterstück/Film “Das Haus der Lady Alquist” erhielt: Darin versucht ein Heiratsschwindler an das Geld einer reichen Frau zu kommen. Er manipuliert er immer wieder Gegenstände im Haus (verstellt die Stärke des Gaslichts), lässt sie verschwinden und redet der Frau ein, sie seien nie da gewesen. Nach und nach treibt er sie so in den Wahnsinn. Damit ist Gaslighting eine besonders schwere, weil schädigende, Form der Manipulation. Wenn Sie dieser Technik ausgeliefert sind, werden Sie derart manipuliert, dass Sie Ihrer eigenen Wahrnehmung nicht mehr trauen, Sie bekommen das Gefühl, ausgeliefert und wehrlos zu sein, und denken, Sie können nichts mehr richtig machen. Sie fühlen sich verwirrt, eingeschüchtert und verunsichert. Methoden, die dabei angewendet werden sind Lügen, Kontrollieren, Informationen vorenthalten und Bagatellisieren: Ihr Partner spricht Ihnen Ihre Gefühle ab. Ihr Partner erklärt Sie für überempfindlich. Ihr Partner behauptet, Sie hätten etwas getan, an was Sie sich nicht mehr erinnern. Ihr Partner leugnet, dass er etwas gesagt oder getan hat. Ihr Partner gibt Ihnen die Schuld für die Schwierigkeiten in der Beziehung, für Streit. Ihr Partner legt Ihnen Worte in den Mund. Ihr Partner redet Ihnen ein, etwas nicht zu können.

Silent treatment

Silent treatment bezeichnet die Bestrafung durch absolute Funkstille. Es ist eine emotional hoch missbrauchende Technik, um Sie zu manipulieren. Ihr Partner antwortet nicht mehr auf Ihre Fragen, schweigt Sie an, taucht stunden- oder tagelange ab und ignoriert Sie. Sie geraten in einen nicht enden wollenden Gedankenkreisel aus Scham und Schuld, je länger die Stille anhält. Ihr Kopf kann sich auf nichts anderes mehr konzentrieren. Wenn Sie es nicht mehr aushalten, gehen Sie auf Ihren Partner zu und entschuldigen sich – natürlich zu seinen Bedingungen! Meist beginnt dann eine kurze neue Phase des Love bombings – bis es wieder zum Silent treatment kommt. So werden Sie effezient emotional abhängig gemacht.

Ghosting:

Beim “Ghosting“ verschwindet Ihr Partner plötzlich im Nichts – ohne Ankündigung und Erklärung – wie ein Geist. Kein Schreiben von Nachrichten, kein Anruf, kein persönliches Treffen mehr. Sie fühlen sich ohne Erklärung zurückgelassen und kreisen immer wieder in Gedanken um die möglichen Gründe und finden dadurch keine Ruhe. Ein Gefühl von Ausgeliefertsein und Ohnmacht tritt ein. Es fühlt sich an, als seien Ihnen die Hände gebunden und Sie könnten nichts tun außer abzuwarten.

Erste Hilfe, um aus der toxischen Beziehung zu fliehen

Oft stecken wir in einer toxischen Beziehung schon sehr früh so tief drin, dass wir gar nicht bemerken, dass wir immer mehr von innen vergiften. Deswegen ist der erste Schritt, zu überprüfen, ob die Beziehung, die wir bereits oder dabei sind zu führen, rote Flaggen enthält. Anhand dieser Warnhinweise erkennen wir, dass es sich um eine toxische Beziehung handelt.

„Wenn Du bemerkst, dass Du in einer toxischen Beziehung bist, gibt es nur eine Lösung:
Nimm die Beine in die Hand und lauf` so schnell du kannst“

Schritt 1: Rote Flaggen bemerken

Überprüfen Sie, ob Sie sich in einer toxischen Beziehung oder Beziehungsanbahnung befinden! Die folgenden Warnhinweise können gehäuft oder auch nur vereinzelt auftreten. Wichtig ist dabei, dass Sie erkennen, dass es sich um ein Muster handelt und nicht um vereinzelt auftretende Verhaltensweisen. Aus Gründen der Übersicht sind diese aus der weiblichen Sicht geschrieben.

Rote Flaggen

50 Warnhinweise, dass Sie sich in einer toxischen Beziehung befinden.

  1. Er geht sehr stark auf Sie zu, Sie bekommen sehr viele Komplimente, er überschüttet Sie mit Liebe, ist sofort sehr verliebt: „Du bist die EINE für mich, Seelenpartnerin, ich möchte ALLES nur mit DIR…!“
  2. Sie bekommen extrem viele Textnachrichten.
  3. Er möchte sehr früh Sex mit Ihnen.
  4. Er drängt schnell auf ein Treffen „Komm doch noch mit zu mir“
  5. Er möchte direkt wissen, ob sie beide jetzt eine Beziehung führen.
  6. Er erzählt Ihnen nach kürzester Zeit von seiner „schweren Kindheit“, um Ihr Mitgefühl zu wecken.
  7. Er möchte, dass Sie zu ihm kommen, obwohl Ihr Aufwand größer ist.
  8. Er steckt noch in einer anderen Beziehung oder hat viel Kontakt mit Ex.
  9. Er hat keine Zeit für Sie in der Dating-Phase.
  10. Er trifft keine festen Absprachen.
  11. Sie denken obsessiv über das Date nach.
  12. Ist das logisch, was er erzählt??
  13. Fast-Forwarding: Die Beziehung wird nach vorne getrieben, Beziehungsstationen werden sehr schnell Durchlaufen.
  14. Future-Faking: Dinge werden in der Zukunft angedeutet, aber treten nie ein; ist nur dafür da, damit seine Bedürfnisse im Hier u Jetzt befriedigt werden.
  15. Er hat noch keine Beziehung gehabt (je nach Alter!) oder ist sehr lange Zeit Single gewesen.
  16. Er hat wenig Interesse an Ihnen, spricht nur von sich, fragt nichts. In der Phase des Love-bombings kann dies genau gegenteilig sein.
  17. Doppelbotschaften (double binds) werden ausgesendet: Sagt, es ist ok, wenn Du mit Freundinnen etwas machst, wirkt dabei aber beleidigt.
  18. Sein Reden und Handeln stimmen nicht überein. „Ich möchte Dich immer sehen“ – fragt nicht nach Termin.
  19. Er reagiert auf minimale Kritik mit ungezügelten Wutausbrüchen
  20. Er besteht darauf, dass SEINE Regeln von Ihnen eingehalten werden. Dies gilt nicht zwangsläufig auch für ihn.
  21. Sie laufen auf Eierschalen, um den Partner nicht zu verärgern, keine Stabilität, „wann kommt die nächste schlimme Sache?“.
  22. Er geht fremd.
  23. Er nimmt Drogen.
  24. Heiß-kalt Behandlung: ambivalentes Verhalten „komm her – geh weg“, Starke Hochs und Tiefs entstehen: Im Kontakt ist alles toll, kaum aus den Augen hält er wenig Kontakt.
  25. Ihre Freunde werden schlecht gemacht.
  26. Er schenkt Ihnen Kleidungsstücke, damit Sie mehr ihm entsprechen.
  27. Er droht mit Trennung, wenn Sie sich nicht verändern.
  28. Sie werden trotz Beziehung von Familienfeiern seiner Familie ausgeschlossen.
  29. Sie sollen sich für ihn verändern. „Zieh doch besser das graue an, das andere ist zu bunt“.
  30. Mangelnde Hilfsbereitschaft.
  31. Fehlende Empathie, was Ihnen etwas bedeutet, erachtet er als „unwichtig“.
  32. Sie sind krank: Er ist nicht für Sie da, entzieht sich, bestraft Sie, weil Sie nicht zur Verfügung stehen „Jetzt muss ich unsere Verpflichtungen allein wahrnehmen/mich kümmern/kann nicht…“.
  33. Kleine Nadelstiche…. „Boah, heute siehst du echt gut aus.“
  34. Er kränkt Sie mit Ihren Schwächen und erklärt „ist doch nur ein bisschen Necken, sei nicht so empfindlich“.
  35. Ständiges Kritisieren „wieso machst du das, jenes…“
  36. Er übernimmt keine Verantwortung für sein Verhalten: keine Entschuldigung!!! „wenn Du nicht…, wäre das gar nicht passiert!“
  37. Wenn Sie Ihre Standards ausdrücken, hört er nicht zu, macht sich über Sie lächerlich oder kritisiert Sie.
  38. Wenn Sie ein Verhalten ansprechen, dreht der toxische Partner es so, dass Sie sich hinterher als schuldig fühlen.
  39. Sie fühlen sich „irgendwie“ unwohl in der Beziehung.
  40. Sie fühlen sich, als wäre es Ihre Schuld, dass Sie sich ungeliebt, unwohl fühlen.
  41. Gaslighting: er verdreht die Wahrheit: „Ich habe das nicht gesagt.“.
  42. Sie fühlen sich, als bräuchten Sie die Erlaubnis, etwas Eigenes zu tun. Sie werden quasi fremdbestimmt.
  43. Sie strengen sich immer mehr an, es ihm recht zu machen!! Es funktioniert trotzdem nicht.
  44. Ihr Selbstwert geht den Bach runter: warum behandelt mich jemand so?
  45. Sie beachten Ihre eigenen Bedürfnisse nicht mehr.
  46. Sie können nicht mehr schlafen, essen, arbeiten - klares Zeichen einer Suchtbeziehung.
  47. Sie haben das Gefühl, dem anderen nichts zu bedeuten „so wie er mich behandelt, würde ich nicht mal einem schlimmen Feind antun“
  48. Sie haben starke Schmerzen innerhalb der Beziehung.
  49. Er leugnet Ihre Wahrnehmung „Wir haben eine schöne Zeit (mehr kommt nicht von ihm…), könnte noch schöner sein, wenn DU…“.
  50. Er erwartet, dass Sie mehr geben: „Von Dir kommt zu wenig.“

Schritt 2: Selbstwahrnehmung

Wie geht es Ihnen, welche Signale sendet Ihr Körper?
Welche Gedanken gehen durch Ihren Kopf?
Können Sie sich noch auf andere Dinge – außerhalb der Beziehung – konzentrieren? Arbeit, Hobby, Freunde, Zeit für sich, etc.
Können Sie „Sie selbst sein“, wenn die toxische Person in der Nähe ist?

Schritt 3: Ihre Erwartung an eine Beziehung

Erstellen Sie eine Liste mit dem, was SIE sich in einer Beziehung wünschen und vergleichen Sie diese mit dem, was SIE momentan erleben – wieviel davon wird erfüllt und reicht das aus?

Schritt 4: Aus der Beziehung raus

Sie haben sich entschlossen, die Beziehung zu beenden. Das ist ein Schritt, auf den Sie sehr stolz sein dürfen – ein erster Schritt in Richtung Selbstliebe.

Die Trennung aus einer toxischen Beziehung ist eine sehr schwierige emotionale Erfahrung. Oft haben Sie schon Ihr Selbstwertgefühl verloren und fühlen sich „von aller Welt verlassen, allein und kraftlos“, Sie haben das Gefühl, Sie „können nicht ohne den anderen leben“.

Es fühlt sich nicht nur an wie eine Sucht – es ist eine Sucht. Es ist die Sucht nach emotionaler Nähe und hat etwas mit Ihren inneren Erfahrungen, Gefühlen und Erinnerungen zu tun.

Und dabei hilft NUR der kalte Entzug und die Suche nach Ihren Mustern, aufgrund derer Sie von toxischen Personen wie ein Magnet angezogen werden.

Vielleicht glauben Sie, „ich kann mich nicht trennen wegen der Kinder, etc.“?

Viele Erfahrungen von Betroffenen haben gezeigt, dass es möglich ist. Auch für Sie!

Holen Sie sich Unterstützung.

Ich begleite Sie gerne auf Ihrem Weg.